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RIOMAGGIORE

Riomaggiore

Die Meeresstraße, die aus Spezia hinaus nach Riomaggiore führt, führt vorbei an schönen Aussichtsplätzen sowohl von Spezia als auch vom Ligurischen Meer. Dennoch ist die Reise im Auto nicht die beste Wahl und auch nicht die komfortabelste Art die Ortschaft zu erreichen. Im Sommer müssen alle Autotouristen ihr Auto an der Klifffront zurücklassen und eine lange Treppe zu Fuß hinunterlaufen, wobei sie eine tolle Sicht bietet. Die Cinque Terre-Fähre ist eine bessere Alternative und wir empfehlen Ihnen, vor 14 Uhr anzukommen, um nicht die letzte zu verpassen, die von der Bar neben dem Touristeninformationszentrum abfährt. Wenn Ihnen die Fähre zusagt, kommen Sie in den Genuss der typischen pastellfarbigen Häuser, die eines über dem anderen errichtet wurden, was nur als faszinierender aber waghalsiger Balanceakt verstanden werden kann – ein Fest für die Augen! Wenn Sie im Sommer hier sind, werden Sie gewiss sofort zum Hafen und zum felsigen Strand gehen wollen, um das frische klare Wasser zu genießen. Bleiben Sie aber doch einen Moment stehen und nehmen Sie die Jüngerkapelle aus dem 16. Jahrhundert wahr, ein weiß verputztes Gebäude auf der linken Seite, die oft von geparkten Autos verdeckt wird. Die Kapelle behaust eine Madonna mit Kind aus dem 16. Jahrhundert und eine Holzfigur der “Madonna della catena”. Wenn Sie tatsächlich widerstehen können, gehen Sie gleich runter zum Strand, aber vergessen Sie nicht es auf dem Rückweg zu besuchen.
Wenn Sie Kunst mehr mögen, als das Meer, dann kaufen Sie sich doch ein Eis und gehen Sie durch die schmalen Gassen und suchen die Kirche San Giovanni Battista, die 1340 auf dem höchsten Punkt der Stadt errichtet wurde und ein schönes Rosenfenster in einer neo-gothischen Fassade bietet. Vergessen Sie nicht das Triptichon des Domenico Fiasella im linken Flügel, das Antelami und der Predicazione del Battista gewidmet ist. Gehen Sie weiter durch den Innenhof der Kirche zum Schloss aus dem 13. Jahrhundert. Es wurde auf dem Cerrico Pass von den Herzögen von Turchotti gebaut und beendet von der Genfer Familie im 15. und 16. Jahrhundert.
Sind Sie noch immer nicht müde und auch nicht alleine, dann machen Sie einen Fußweg entlang der Via dell’Amore, begleitet von den Tönen der Wellen; Sie kommen womöglich bis Manarola, wo Sie – je nach Tageszeit – einen wunderschönen Sonnenuntergang genießen können.